Menü

Orchesterfahrt nach Südtirol

Im Zeitraum vom 4. bis zum 12. August 2017 ging es für Mitglieder des Haupt- und des Jugendorchesters nach Feldthurns in die Südtiroler Alpen. Die Unterkunft, ein hübsches dreistöckiges Haus, befand sich in gut 1000 Metern Höhe und besaß einen wundervollen Ausblick über das Eisacktal und zu den westlichen Dolomiten.

Nach der Ankunft am 5. August wurde keine Zeit verloren. Direkt nach Einrichten der Zimmer gab es eine Probe für die geplanten Auftritte in Brixen. Die Musiker und Musikerinnen trotzten der Müdigkeit nach der rund vierzehnstündigen Busfahrt und probten, geleitet von Constantin Hesselmann, das Repertoire.

Am nächsten Tag ging es dann für den ersten Auftritt beim Millander Dorffest ins rund 20 Minuten entfernte Brixen. Das IKL-Orchester, allen voran die Jugendorchestermitglieder, trotzte den widrigen Umständen von Regen und Gewitter und lieferte eine gewohnt souveräne Vorstellung ab. Highlight war zweifellos das Medley „Italo Pop Classics“, was bei den verbliebenen hartgesottenen Zuhörern bestens ankam.

Einen Tag später folgte das nächste Highlight: Es ging zum Wildwasserrafting! Verteilt auf mehrere Boote machten sich die Mitfahrenden auf, der Strömung des Flusses Eisack in einer 8 Kilometer Tour zu folgen und Stromschnellen zu meistern. Dies gelang jedoch nicht allen Orchestermitgliedern; zwei fielen ins rund 7° kalte Wasser, wurden jedoch schnell wieder ins Boot geholt und überstanden das kalte Bad unversehrt. Abgerundet wurde dieser Tag am Abend mit einem gemeinsamen Grillen, bei dem sich über das am Tag erlebte intensiv ausgetauscht wurde.

Am Dienstag ging es direkt weiter: Nach dem gemeinsamen Frühstück wurden die Lunchpakete gepackt und das Orchester machte sich zum Gilfenklamm auf. Auf einem insgesamt rund 6km langen Rundweg, der zuerst durch die Klamm führte, bestaunten die Mitfahrenden zuerst die Schönheit der Klamm, ehe es auf dem Rückweg zum Bus an einer Ruine vorbei ging.

Am darauf folgenden Tag ging es erneut nach Brixen. Dieses Mal jedoch in die historische Innenstadt. Geleitet von einer Stadtführerin erkundete das Orchester die Stadt, sahen ein Wohnhaus Mozarts und bestaunten den mit unzähligen Malereien verzierten Kreuzgang des Brixener Doms. Nachmittags stand ein Platzkonzert auf dem Domplatz an. Jedoch war das Wetter dem Orchester wieder nicht wohl gesonnen: Nach gut 15 Minuten des Konzertes suchte das Orchester Schutz unter den Domvorbauten; gerade noch rechtzeitig bevor es anfing zu stürmen. Doch auch dieses Mal ließ sich das Orchester nicht vom Wetter in die Knie zwingen: kurzerhand wurde alles unter dem Domvorbau aufgebaut und zur Freude der verbliebenen Hörer das Konzert unter donnerndem Applaus fortgesetzt.

Der Donnerstag stand den Mitgliedern zur freien Verfügung. Einige blieben in der Unterkunft, andere fuhren nach Brixen zum Schwimmen und shoppen. Ein paar waghalsige Wanderer machten sich auf, den Berg, an dem unsere Unterkunft lag, zu erklimmen. Auf der rund 8 Kilometer langen Strecke überwunden sie einen Höhenunterschied von über 1000 Metern. Belohnt wurde der anstrenge Aufstieg mit einem unvergesslichen Ausblick über das Eisacktal. Am Abend wurde noch das Lagergericht abgehalten, bei der Mitfahrende, die negativ aufgefallen waren, eine kleine Strafe erhielten, was meist das Ausdenken eines Spieles für den traditionellen Bunten Abend am letzten Abend beinhaltete.

Am nächsten Morgen stand der letzte Tag vor der Abfahrt an. Doch auch dieser sollte nicht ungenutzt bleiben. Es ging ins 45 Minuten entfernte Villnöß in einen Hochseilgarten. Auf den acht verschiedenen Parcours, die immer schwieriger wurden, war für jeden der passende Schwierigkeitsgrad dabei und bot Unterhaltung für mehrere Stunden. Wer nicht mehr konnte oder wollte, ging zur wenige Meter entfernten „Waldschenke“ und verpflegte sich dort mit Essen und Getränken. Abends fand der Bunte Abend statt. Bei verschiedenen Spielen in Gruppen hatte das gesamte Orchester noch einmal zusammen Spaß und ließ so die Orchesterfahrt ausklingen.

Denn am nächsten Tag ging die Woche zu Ende. Der Bus wurde gepackt, die Zimmer gefegt und die Mitfahrenden kamen sicher und wohlbehalten nach einer erneuten rund 15 stündigen Fahrt in Bocholt an.